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Schüleraustausch Mansle 2010
 

Schüleraustausch mit Mansle/Frankreich vom 04.03.2010 - 11.03.2010

Hier gehts zu den Bildern (bitte klicken)

 

1. Tag - 04.03.2010

Die Hinreise

Unser Abenteuer Frankreich begann am 4. März.

Morgens um ca. 4:45 Uhr trafen wir uns an der Bushaltestelle der Salier-Grund- und Hauptschule. Bis alle eintrafen, verging natürlich auch noch etwas Zeit. Um 4:55 Uhr kam dann endlich unser Bus. Wir luden unser Gepäck ein und reservierten uns schon mal die Plätze im Bus. Danach kann der große Abschied. Einige Tränen von Seiten der Eltern wurden vergossen, denn es ist ja nicht alltäglich, dass man sein Kind für eine Woche in ein anderes Land lässt. Punkt 5:07 Uhr war dann jeder Fluchtversuch unmöglich, da der Bus seine Türen schloss und wir losfuhren.

Während unserer Fahrt machten wir ca. alle 2-3 Stunden immer eine kurze Pause, um uns die Beine zu vertreten. Außerdem schauten wir zwei Filme an, redeten viel und natürlich schliefen einige auch J

Kurz nach der französischen Grenze gab es einen Fahrerwechsel. Unser neuer Fahrer begleitete uns dann die restliche Woche. Innerhalb von Frankreich wurden einige Verzögerungen verursacht, da es viele Mautstationen gab und das natürlich Zeit kostete. Doch so was macht uns ja nichts aus!

cimg4340Nach einer langen Fahrt kamen wir dann endlich um 19:30 Uhr in Mansle an. Als wir unsere ersten Eindrücke sammelten, waren wir erst einmal sehr überrascht, da manche Häuser von außen mehr wie Ruinen aussahen. Ziemlich verfallen, alt und nicht sonderlich schön. Doch dann kamen wir auf das Schulgelände und sahen unsere Austauschpartner mit den Eltern.

Wir wollten alle sofort aus dem Bus springen, da wir es nicht aushalten konnten, unsere Lieben wieder zu sehen.

Der Empfang war sehr herzlich und alle gingen dann sofort nach Hause.

In den Familien gab es erstmal noch ein gemeinsames Abendessen.

Einige lernten danach ihre Familie genauer kennen, andere gingen duschen und dann schlafen oder unternahmen noch etwas. So wie ich (Vanessa) mit meiner Austauschpartnerin Sandra. Da nur wenige Häuser weiter ein Klassenkamerad wohnte, besuchten wir diesen, und so hatten wir beide ziemliches Glück, da es nicht gerade einfach ist, sich alleine mit den Franzosen zu verständigen. Nach einem witzigen Abend machten wir uns dann auf den Weg nach Hause und ich ging schlafen, um für den nächsten Tag ausgeruht zu sein.

 

 

2. Tag - 05.03.2010

Am Freitag trafen wir uns um 8:25 Uhr an der Schule. Einige wurden gefahren, andere jedoch mussten mit dem Bus zur Schule kommen. Da es dort keine öffentlichen Busse gibt, fahren die Schüler mit speziellen Schulbussen, die durch die Orte fahren und dort die Kinder „einsammeln". Auch ich fuhr mit so einem Bus. Die Strecke zur Schule ist ziemlich holprig und eng, doch man gewöhnt sich relativ schnell daran. Wir trafen uns dann dort im CDI, das ist eine Art Bibliothek, wo die Schüler hingehen, wenn sie keinen Unterricht haben, um dort selbstständig zu lernen. Dort gibt es einige Tische mit PCs und Regale mit Büchern.

Dort angekommen redeten wir mit Frau Klaiber und Frau Stoffel über unseren heutigen Tag.

Als erstes standen zwei Stunden Unterricht auf dem Plan. Wir konnten uns immer zu viert ein Fach aussuchen. Ich nahm zusammen mit Pia, Agnesa und Ramona Physik und anschließend Sport.

Im Physikunterricht wurden wir dazu aufgefordert mitzumachen. Da wir nur wenig verstanden, war es nicht ganz einfach für uns. Doch wir haben es geschafft.

Nachdem die Stunde vorbei war, gingen wir weiter zur Sporthalle. Was bei den Franzosen etwas anders ist: Eine Schulstunde geht volle 60 Minuten lang und die Schüler müssen von Raum zu Raum laufen. Bei uns ist es üblich, dass jede Klasse ihr Klassenzimmer hat. Dort hat jedoch jeder Lehrer sein eigenes Zimmer.

Nach der Sportstunde wurden wir dort von den anderen abgeholt und bekamen vom Schulleiter eine Führung durch das Collège. Nach dem Mittagessen in der Schulkantine, machten wir uns auf den Weg zu unserem Bus, der bereits auf dem Parkplatz wartete. Nun fuhren wir eine Stunde lang nach Cognac, wo auch das berühmte Getränk hergestellt wird. Dort bekamen wir erstmal eine Führung, wie der Cognac hergestellt wird. Nach der Führung blieben uns noch ein paar Minuten für uns, da ein paar als Geschenk für ihre Eltern eine Flasche Cognac kauften. Um 16 Uhr ging es zurück ans Collège.

Um 17 Uhr angekommen, wurden wir gleich von unseren Partnern empfangen, da bei ihnen die Schule erst um 17 Uhr endet.

Wir wurden dann alle auf dem Parkplatz von unseren Familien abgeholt und fuhren nach Hause. Da sonst nichts mehr auf dem Plan stand, haben sich alle noch bei ihren Familien beschäftigt.

 

 

3. Tag - 06.03.2010

An diesem Tag trafen wir uns um 8:15 Uhr vor dem Collège, um gemeinsam mit unseren Austauschschülern nach La Rochelle zu fahren. Doch leider konnte meine Partnerin nicht mitgehen, da sie auf ein Turnier musste. Nach guten 1½ - 2 Stunden Fahrt kamen wir in der wunderschönen Stadt an. Dort bekamen wir erst eine Busführung von einer deutschen Einwohnerin. Danach machten wir uns zu Fuß auf den Weg. Wir bekamen dann etwa 1½ Stunden Freizeit, um in Gruppen von mindestens vier Leuten loszuziehen. Meine Gruppe machte sich sofort auf den Weg ans Meer. Dort blieben wir die meiste Zeit, machten Fotos, sprangen über die Steine, die am Strand lagen und hatten unseren Spaß. Danach gingen wir noch etwas shoppen. Nachdem dies erledigt war, machten wir uns zurück zu unserem Treffpunkt, um dann gemeinsam mit den anderen zum Aquarium von La Rochelle zu laufen. Nach einem relativ schönen Aufenthalt im Aquarium ging es um 18:45 Uhr zurück nach Mansle.  Dort wurden wir dann um 19 Uhr von unseren Familien abgeholt. Da meine Partnerin ja nicht da war, ging ich mit zu Mirko. Alles war geplant, ich bekam mein Zimmer und fühlte mich sofort wohl.

An diesem Abend war auch noch eine Party geplant, die um 20 Uhr beginnen würde.

Doch wir aßen erst noch zusammen und das dauerte auch noch ca. 45 Minuten, denn sie lassen sich gerne etwas Zeit dabei J Fertig damit, mussten wir drei uns ziemlich beeilen. Wir stritten uns um das nicht abschließbare Bad und beeilten uns, wo es nur ging.

Endlich fertig machten wir uns auf den Weg zur kleinen Halle, in der die Feier stattfinden würde. Alle waren schon da, doch das war kein Problem, da sie bis um 24 Uhr gehen würde.

Es wurde viel getanzt, gesungen, gelacht, fotografiert,...bis alle müde abgeholt wurden.

 

 

4. Tag - 07.03.2010

Der Sonntag war unser Familientag. Da sich die meisten Familien zusammenschlossen, gingen viele Schlittschuh laufen, andere hingegen Bowling spielen. Unter den Bowlern war auch ich mit Mirko und Pierre-Ange vertreten. Der Nachmittag war ziemlich schön. So etwas könnte man gerne wiederholen J

 

 

5. Tag - 08.03.2010

Am Montag trafen wir uns wieder um 8:25 Uhr am Collège.

An diesem Tag fuhren wir Deutschen mit dem Bus in das in Frankreich berühmte und beliebte Futuroscope, welches in Poitiers liegt. Dorthin fährt man ca. 1½ Stunden von Mansle aus. Das Futuroscope kann man nur schwer mit Worten beschreiben.

Auf dem Gelände des Parks befinden sich viele verschiedene Attraktionen. Darunter zum Beispiel ein 4D-Kino, eine Fahrt in die Zukunft mit speziellen „Ferngläsern", eine erlebbare Lebensgeschichte von Van Gogh,....

Dort verbrachten wir den ganzen Tag, trafen zwischendurch unsere Freunde und aßen gemeinsam mit der Gruppe zu Mittag.

Gegen 18 Uhr trafen wir wieder an der Schule ein und gingen nach Hause.

 

 

6. Tag - 09.03.2010

Dienstags trafen wir uns um 8:25 Uhr am Collège. Um 9 Uhr fuhren wir gemeinsam mit dem Geschichtslehrer M. Rémy in seine Heimatstadt Angoulême. Dort bekamen wir von ihm eine Führung auf Deutsch, durften noch etwas shoppen gehen und besuchten anschließend das Comicmuseum.

Dort machten wir immer zu zweit eine Ralley. Wir bekamen ein Blatt und mussten die richtigen Antworten dazu finden und aufschreiben. Zum Glück half uns Frau Klaiber ein wenig. Die Gewinner waren am Ende Mirko und Vinicius.

Um 17 Uhr trafen wir wieder in der Schule ein und wurden abgeholt.

 

 

7. Tag - 10.03.2010

Unser vorletzter Tag begann Mal wieder mit dem Treffen um 8:25 Uhr an der Schule.

Wir besuchten wieder in Vierergruppen den Unterricht. Dieses Mal war ich mit Viki, Mirko und Vinicius im Geschichtsunterricht bei M. Rémy. Das Thema, um das es ging war:

La Première Révolution de l´été 1789.

Anschließend waren wir im Rathaus zu einem offiziellen Empfang eingeladen. Der Bürgermeister begrüßte uns und auch zwei Schüler von uns hielten eine kleine Rede auf Französisch. Auch die Presse war da und fotografierte uns fleißig.

Da die Franzosen mittwochs früher Schule aushaben, schlossen sich wieder einige zusammen und wir fuhren gemeinsam nach Angoulême, um dort Mittag zu essen und gingen anschließend noch shoppen. Dieses Mal hatten wir ja genügend Zeit in allen Läden und ließen keinen aus.

Nach vielen, vielen Stunden Dauershoppen fuhr ich um 17:30 Uhr mit Sandra nach Hause, da sie Schmerzen in ihrem Fuß hatte. Die anderen machten jedoch fleißig weiter J

An diesem Abend redete ich während des Essens noch sehr viel mit der Familie.

Jedoch das Netteste, was ich an diesem Abend hörte, war die Frage, ob ich im Sommer noch einmal herkommen würde. Natürlich habe ich sofort zugesagt und freue mich auch schon.

Nach dem Essen packte ich meinen Koffer, ging noch einmal mit ihr zu Mirko und ging danach schlafen.

 

 

8. Tag - 11.03.2010 Rückreise

Der Tag der Rückreise ist gekommen. Diese Woche ist leider viel zu schnell vergangen...

Das hat man auch bei dem Abschied gemerkt.

Es wurden Tausende von Tränen vergossen. Ja, auch bei mir. Ich stand mit meiner Sandra über 15 Minuten im Arm da und wir beide weinten nur. Nachdem aber die Zeit drängte, wurden nochmals alle umarmt, Küsse verteilt und Versprechen gegeben. Ein paar der deutschen Schüler haben noch einen Brief erhalten. Im Bus wurden noch Fotos gemacht, gewunken und einige weinten immer noch.

Auf unserer Fahrt war es dieses Mal viel ruhiger. Es könnte vielleicht daran gelegen haben, dass vor einem Jahr der Amoklauf in Winnenden war. Dank Franzi hielten wir um Punkt 12 Uhr eine Gedenkminute.

Während der restlichen Fahrt schliefen die meisten oder machten andere Sachen, wie Musik hören, lesen, reden,....

Abends, als es dunkel wurde, schauten wir noch einmal ein paar Filme an: Darunter auch wieder „Findet Nemo", den wir schon bei unserer Hinfahrt anschauten.

Alle sind große Nemo-Fans und redeten fleißig mit:

Z.B.: „Einfach schwimmen, einfach schwimmen, einfach schwimmen, schwimmen, schwimmen, was machen wir? Wir schwimmen, schwimmen,...." J

„Ich werde ihn Schwibbel-Schwabbel nennen. Er wird mein kleiner Schwibbel-Schwabbel sein..."

Und noch vieles mehr.

Gegen 21 Uhr gaben wir unseren Eltern Bescheid, dass wir in ca. 20 Minuten da wären.

Und so war es auch. Wir kamen um 21:30 Uhr an der Bushaltestelle der Salier-GHS an und wurden dort schon sehnlichst erwartet.

Den meisten konnte es gar nicht schnell genug gehen, nach Hause zu kommen. Und so waren fast alle nach wenigen Minuten verschwunden.

 

Wir alle hatten in der ganzen Zeit des Austausches sowohl in Deutschland als auch in Frankreich jede Menge Spaß und können es nur jedem weiterempfehlen, da mitzumachen.

Denn wir haben viele neue Freunde kennen gelernt und einige Erfahrungen aus dem Alltag als auch aus allen anderen Bereichen mitgebracht und freuen uns jetzt schon, unsere Austauschpartner im Sommer wiederzusehen, sofern wir die Chance dazu haben.

 

Von Isabell und Vanessa (9a)

 

 
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